Diese Seite ist eine Blaupause mit Beispieldaten. Streckenverlauf, Zahlen und Bericht sind Näherungswerte aus Recherchen — nicht zur Tourenplanung geeignet, bis sie redaktionell geprüft und durch eigene Erfahrung ersetzt sind.
Eckdaten
- Dauer
- 5 Tage
- Distanz
- 66.5 km
- Aufstieg
- 4370 hm
- Abstieg
- 3513 hm
- Schwierigkeit
- T2–T3
- Beste Zeit
- Anfang Juli bis Mitte September
Der westliche Karnische Höhenweg (KHW 403) verbindet fünf Hüttenetappen auf dem Grenzkamm zwischen Osttirol, Kärnten und Italien. Wer weite Almrücken, stille Kammwege und die Spuren der Gebirgsfront des Ersten Weltkriegs sucht, findet hier eine der ruhigsten Mehrtagestouren der Ostalpen. Landschaftliche Höhepunkte sind der Obstanser See und der Wolayer See am Ziel der Tour.
Karte
GPX herunterladenHöhenprofil
Etappen
- 1
Sillian → Sillianer Hütte
Übernachtung: Sillianer Hütte
12 km↑ 1380↓ 365 h
- 2
Sillianer Hütte → Obstansersee-Hütte
Übernachtung: Obstansersee-Hütte
11 km↑ 650↓ 7935 h
- 3
Obstansersee-Hütte → Porzehütte
Übernachtung: Porzehütte
11 km↑ 560↓ 9225 h
- 4
Porzehütte → Hochweißsteinhaus
Übernachtung: Hochweißsteinhaus
17.5 km↑ 1100↓ 11747 h 30 min
- 5
Hochweißsteinhaus → Wolayerseehütte
Übernachtung: Wolayerseehütte
15 km↑ 680↓ 5886 h 30 min
Touren-DNA
Standardisierte Bewertung von 0 (gar nicht) bis 5 (maximal) — objektiv und über alle Touren vergleichbar.
Anforderung
- Technische Schwierigkeit
- Trittsicherheit
- Schwindelfreiheit
- Absturzrisiko
- Orientierung
- Blockgelände
- Gratanteil
Erlebnis
- Panorama
- Einsamkeit
- Fotospots
- Tierbeobachtungen
- Sonnenanteil
- Waldanteil
Versorgung & Sicherheit
- Hüttendichte
- Wasserstellen
- Handyempfang
- Schneerisiko
- Notabstieg möglich
- Ja
Bericht
Charakter der Tour
Der westliche Teil des Karnischen Höhenwegs (KHW 403) folgt fünf Tage lang dem Grenzkamm zwischen Osttirol beziehungsweise Kärnten und Italien — jener Linie, an der im Ersten Weltkrieg die Gebirgsfront verlief. Alte Stellungen, Schützengräben und Reste von Kriegssteigen begleiten den Weg, der heute als Friedensweg ("Via della Pace") ausgeschildert ist. Verglichen mit den benachbarten Dolomiten ist der Kamm auffallend still: Weite Almwiesen und sanfte Grasrücken wechseln mit felsigeren Abschnitten um Pfannspitze, Große Kinigat und Hochspitz. Zwei Bergseen setzen landschaftliche Akzente — der Obstanser See und der Wolayer See, an dessen Ufer die Tour endet.
Die Etappen im Überblick
Etappe 1 steigt von Sillian über die bewirtschaftete Leckfeldalm in rund 1400 Höhenmetern zur Sillianer Hütte auf. Etappe 2 ist eine klassische Kammwanderung über Hornischegg, Hollbrucker Spitze, Demut und Eisenreich zur Obstansersee-Hütte, die über dem gleichnamigen See liegt. Etappe 3 führt über die Pfannspitze — wer sie umgehen will, wählt das Roßkopftörl — und an der Filmoor-Standschützenhütte vorbei unterhalb der Großen Kinigat zur Porzehütte. Etappe 4 gilt als Königsetappe: Über das Tilliacher Joch, die Flanken der Reiterkarspitze, den Hochspitz und das Luggauer Törl sind rund 17 Kilometer und mehr als 1000 Höhenmeter bis zum Hochweißsteinhaus zu bewältigen. Etappe 5 wechselt über das Öfnerjoch ins stille italienische Fleonstal, erreicht den Giramondopass und endet nach dem Gegenanstieg aus dem Wolayer Tal direkt am Wolayer See bei der Wolayerseehütte.
Wasser und Einkehr
Übernachtet wird auf Schutzhütten des Alpenvereins; alle fünf Etappenziele sind im Sommer bewirtschaftet. Zwischen den Hütten gibt es kaum Einkehrmöglichkeiten — nur die Leckfeldalm auf Etappe 1 und die Filmoor-Standschützenhütte auf Etappe 3 liegen direkt am Weg. Bäche und Quellen finden sich vor allem in den Kar- und Talquerungen; am Kamm selbst können längere Abschnitte wasserlos sein. An warmen Tagen sind zwei Liter Wasservorrat pro Person ratsam.
Worauf man achten sollte
Die Etappen sind lang, insbesondere die vierte mit etwa siebeneinhalb Stunden Gehzeit. Einzelne ausgesetzte Passagen sind mit Drahtseilen gesichert und verlangen Trittsicherheit; insgesamt bleibt die Schwierigkeit im Bereich T2 bis T3. Am freien Kamm ziehen Gewitter rasch auf — ein früher Aufbruch ist Standard. Zu Saisonbeginn können Altschneefelder in den Nordflanken liegen. Die Schlafplätze der Hütten sind begrenzt, eine Reservierung ist in der Hochsaison notwendig. Der Handyempfang ist lückenhaft; Notabstiege sind nach Kartitsch, Obertilliach oder ins Lesachtal möglich.
Beste Jahreszeit
Empfehlenswert ist der Zeitraum von Anfang Juli bis Mitte September. Die Hütten öffnen je nach Schneelage etwa Mitte bis Ende Juni und schließen Ende September; außerhalb der Bewirtschaftungszeit ist die Tour nur für sehr erfahrene, autarke Berggeher sinnvoll. Im Hochsommer bieten die frühen Vormittagsstunden die stabilsten Verhältnisse für die langen Kammpassagen.
Anreise & Planung
Öffentliche Verkehrsmittel
Bahnanreise nach Sillian (Drautalbahn Lienz–Innichen), der Aufstieg beginnt direkt im Ort. Rückreise von der Wolayerseehütte: Abstieg durch das Valentintal zur Plöckenpass-Straße, im Sommer mit dem Bus nach Kötschach-Mauthen und weiter über Oberdrauburg zurück nach Lienz beziehungsweise Sillian.
Parken
In Sillian gibt es Parkplätze am Bahnhof und im Ortszentrum (Dauerparken vorab mit dem Tourismusbüro klären). Da die Tour als Streckenwanderung weit entfernt vom Ausgangspunkt endet, ist die Anreise mit der Bahn deutlich praktischer als mit dem eigenen Auto.
Hütten dieser Tour
Reservierung im Sommer zwingend erforderlich — direkt über die Hütten-Websites.
Karten & Bücher
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Papierkarten
- Tabacco Karte 01 Sappada / Santo Stefano / Forni Avoltri ↗1:25.000 — östlicher Abschnitt bis Wolayersee
Wanderführer
- Rother Wanderführer Karnischer Höhenweg ↗Alle Etappen des Friedenswegs mit Hütteninfos
Wetter
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Packliste
Automatisch aus Dauer und Touren-DNA erzeugt — wähl die Jahreszeit, hak ab, was gepackt ist, und druck dir die Liste aus.
Basis & Sicherheit
Kleidung
Hütte
Verpflegung
Automatisch aus der Touren-DNA erzeugt (5 Tage, erhöhtes Schneerisiko) — pass sie eigenverantwortlich an Route, Wetter und deine Erfahrung an.